Unser Generator ist Schrott

Im Herbst, beim ersten Mal laufen lassen, haben wir gemerkt das der Generator heiß wird. Kaum waren wir auf dem Boatyard hat Peter den Generator zerlegt und wir haben in Deutschland die benötigten Teile bestellt und mitgenommen.

Sieht so noch ganz gut aus

Die ersten Tage haben wir alles gesäubert. Alle Kühlgänge waren total zu. Das Gerät wurde wohl nie mit Süßwasser gespült.

Als dies soweit fertig war hat sich Peter um den dazugehörigen Dieselmotor gekümmert. Auch dort, alles zu!!

Beim säubern hat er dann festgestellt das der Zylinderkopf durch ist. Das ist ein Schock.

Denn nach kurzer Recherche habe ich herausgefunden das es den Motorhersteller nicht mehr gibt.

Trotzdem habe ich den Vertreter des Fischer Panda in Athen angeschrieben. Schnell kam die Antwort. Es tut ihnen sehr leid aber sie können nichts besorgen da es nicht mehr produziert wird.

Die beiden die ich in Deutschland angeschrieben habe, lassen mit ihrer Antwort noch immer auf sich warten. Wir kommen also nicht weiter.

Wenn sich nichts ergibt ist das ein riesen Posten der auf uns zu kommt. Nicht nur das wir schon Teile gekauft haben sondern ein neuer kostet bald 10000€. Und das nur um den Tauch Kompressor zu betätigen?! Na ich weiß nicht.

OK. Vielleicht noch als Strom Backup falls tagelang keine Sonne scheint.

Drückt die Daumen.

Deutschland hat nach Tagen endlich geantwortet. Es gibt nichts mehr!

Der Schock ist groß und hat eine Weile an uns genagt. Nach ein paar Tagen dachte ich mir warum frage ich nicht noch andere Länder an?

Gedacht, getan. Ich habe Rumänien, Kroatien, Mazedonien und Bulgarien angeschrieben.

Nur Bulgarien hat geantwortet und uns an eine Deutsche Adresse vermittelt. Nachdem diese Adresse erklärt hat das es nichts mehr gibt, hat sie uns weiter vermittelt.

Dies ist eine Firma die alles von Farymann aufgekauft hat. Also schnell noch eine Mail dorthin gesendet.

Am gleichen Tag kommt die Antwort, rufen Sie mich an vielleicht kann ich helfen.

Das haben wir getan und es stellte sich raus das er auch ganze Geräte der Bundeswehr abgekauft hat. Er baut den Zylinderkopf ab und schickt uns Fotos.

Ist das wahr oder träume ich?! Die Bilder kommen schnell und Peter gibt grünes Licht. Eine sehr freundliche Person bringt es sehr schnell auf den Weg zu uns und sendet sogar noch das Werkstatthandbuch mit. Kann das alles wahr sein oder sind wir einem Betrüger aufgesessen?

Denn wir mussten das Geld natürlich per Vorkasse schicken. Ich glaube nicht, aber wer weiß das schon.

Drückt die Daumen das alles klappt und nicht so lange dauert.

Das Leben auf dem Boat Yard

Dieses mal habe ich eine Weile gebraucht bis ich mich wieder an dieses Leben gewöhnt habe.

Viele Annehmlichkeiten vom normalen Landleben gibt es nicht mehr. Es ist nasskalt und windig. Die ganze Zeit die Heizung laufen lassen, tun wir nicht. Nur Morgens und Abends. Morgens ist es so. Der erste der wach ist springt in Windeseilen aus dem kuschelig warmen Bett, und macht die Heizung an. Dann schnell wieder ins warme Bett🤣. Eine halbe Stunde später stehen wir dann auf und frühstücken. Unsere Batterieleistung ist gut und wir können mit dem Wasserkocher unser Kaffeewasser machen.

Die Toilettengänge sind etwas blöd. Das muss gut kalkuliert werden😋. Denn wir müssen ja erst die Leiter runter und rüber zur Toilette laufen. Und das egal wie das Wetter ist. Wie früher mit dem Plumpsklo auf dem Hof.

Mit meinem Knie geht das schon sehr gut und ich habe nur noch manchmal schlechte Tage. Ich denke wenn es wärmer wird, wird auch das besser.

Wir haben schon sehr viel gemacht und die Tage vergehen ohne Sonntag und Feiertage. Auf dem Yard vergessen wir das einfach. Wir müssen uns wieder zwingen.

Fast alle must to do sind erledigt. Und ich mache schon Dinge die gar nicht auf meiner Liste stehen. Zum Beispiel in den Bädern und der Küche das Silikon erneuern.

Zwischen drin hat Peter immer wieder anderen geholfen und wir waren deswegen des öfteren Abends lecker auswärts essen. Auch hatten wir so die Möglichkeit mit im Auto zu sitzen und einen Ausflug zu den heißen Quellen nach Loudra zu machen.

Das hat meinen alten Knochen richtig gut getan.

Die Zeit auf dem Boat Yard ist immer sehr intensiv und anstrengend. Aber es macht auch Spaß.

Nun einfach mal ein paar Bilder von unseren Arbeiten.

Und vieles vergessen zu fotografieren.

Davids verbessert(da hängt das Dinghi dran), Backskisten (Stauraum) verbessert, Wassermacher Ventil eingebaut, am Unterwasserschiff ein paar Stellen erneuert, Funkgerät korrekt eingestellt und dann unser Generator. Das ist eine lange Geschichte und noch nicht vorbei. Da schreibe ich mal extra rüber.

Wir hatten aber auch ein paar schöne Freizeitmomente:

4.3.-12.3. Zurück auf dem Boatyard

Nachdem an den letzten Tagen in Deutschland noch viel auf uns eingeprasselt ist und wir sehr viel mit dem Auszug vom Senior und dem Einzug der neuen Mieter zu tun hatten, kehrte dann nun etwas Ruhe ein.

Kaum saßen wir am Bahnhof viel einiges von uns ab. Und als die Lautsprecherdurchsage kam: „Der ICE ….aus Kassel hält heute nicht in Wiesloch. Es tut uns Leid.“ ähh what?

War es uns eigentlich egal. Denn wir hatten genug Zeit eingerechnet. Ein kurzer Blick aufs Handy und die neue Verbindung stand. Wir haben in Mannheim sogar noch unseren Anschlusszug bekommen.

Am Flughafen lief alles wie geschmiert und das wenige Übergepäck war auch kein Problem.

In Athen war es eine richtige Rückkehr. Ich kannte mich aus und wusste wo ich das Busticket für in die Stadt kaufen konnte und auch wo die Haltestelle ist. Das war total stressfrei und angenehm.

Wir haben uns für die erste Nacht ein B&B in der Stadt genommen, was sehr gut war.

Dieses war extra in der Nähe der Bushaltestelle und der Metro so das wir mit unserem Gepäck nur kurze Wege hatten.

Nach einem leckeren Mal sind wir früh ins Bett. Reisen ist einfach immer wieder anstrengend.

Am nächsten Tag sind wir mit der Metro zum Bahnhof und von dort nach Chalkida auf Euböa (Evro).

Der öffentliche Verkehr läuft hier eigentlich ganz gut und ist auch recht günstig. Für ca. 100km Bahn haben wir pro Nase 5,50€ bezahlt.

In Chalkida hat uns ein Freund vom Boatyard abgeholt. Das ist sehr nett denn es sind nochmal 85km durch die Berge. Unterwegs noch kurz einkaufen.

Aber dann hatten wir es geschafft und standen vor unserer Alina. Außen war alles in Ordnung und auch als wir reinkamen gab es keinen feuchten Muff oder sonstige Überraschungen. GOTT SEI DANK, ALLES GUT!!

Dann hieß es erst mal sich wieder einrichten und die Einkaufssachen verräumen. Denn wenn wir das Boot verlassen werden alle Polster hochgestellt und alle Schränke geöffnet, damit alles gut belüftet wird.

Als es dunkel wird sind wir dann auch fertig und gönnen uns ein leckeres Ankunftsbier.

Hier herrscht noch der Winter. Es ist noch recht kalt und regnerisch. Auf den Bergen am Festland liegt noch dick der Schnee. Auch die Frühlingsblüher verstecken sich noch denn der Wind ist recht stark.

Am nächsten Tag beginnen wir mit unseren Arbeiten. Die größte ist unser Generator. Den haben wir nie gebraucht aber bei einem Test festgestellt das er heiß wird. Er wird nicht richtig gekühlt.

Peter nimmt ihn total auseinander und stellt fest das dieses Problem wohl auch schon lange vor uns war.

Alles wird am Generator gut gereinigt und plangeschliffen. Eine Wahnsinns Arbeit! Als der Generator fertig ist schaut er auch auf den dazugehörigen Dieselmotor. Der sieht nicht besser aus.

Alles ist zu und konnte nicht mehr gekühlt werden. Im Zylinder sieht man leichte Riefen. Aber das geht noch. Und dann der Schock. Der Zylinderkopf ist durchgerostet. Abbruch, und was nun?

Währenddessen laufen auch andere Arbeiten. Schöne Arbeiten! Wir ziehen die Segel hoch und sehen die Arbeit des Segelmachers, die sehr gut gelungen ist.

Dieser Segelmacher bringt auch unser neues Bimini und die Sprayhood. Sehr schön!! Danke Dimitris!

So nah liegt negatives und positives beieinander. Jetzt müssen wir erst mal wegen dem Generator recherchieren.

Peter ist auch viel bei den zwei anderen Seglern und hilft dort. Diese sind extra gekommen und gehen am Wochenende wieder. Das hält bei uns einiges auf, aber das ist ok.