
https://maps.app.goo.gl/GyKsMfLGJS2jJ9zq7?g_st=org. (Wenn ihr die Liste ganz nach unten scrollt könnt ihr alle Punkte sehen wo wir waren)
Es fing mit einem Traum an und wurde zu einem Ziel auf das wir hin gearbeitet und gelebt haben.
Und hat sich mein/unser Traum erfüllt?
Ja! Wir sind mit unserem Boot auf dem Wasser und leben unseren Traum!
Erst mal mussten wir das Boot kennen und vertrauen lernen. Und auch wir mussten lernen uns seglerisch zu vertrauen. Auch die Enge auf dem Boot ist zu Anfang nicht immer einfach gewesen.
Nun, nach über acht Monaten ist unsere kleine Alina für uns riesengroß geworden obwohl wir die Kabine vorne in der Spitze noch nicht mal nutzen. In Wirklichkeit braucht man gar nicht viel Platz!
Es gab aber auch Momente wo ich gerne alles hingeschmissen hätte. Wo mir alles zu viel war!
Das war die Zeit als wir noch nicht unser Gleichgewicht gefunden hatten. Wir hetzten von einem Spot zum nächsten um an einem bestimmten Datum ganz oben im Norden zu sein. Das ist nicht der Traum von mir. Mein Traum ist es, Land und Leute kennen zu lernen und das Segeln als fahrbaren Untersatz zu nutzen. Wir haben wunderschöne Orte kennengelernt aber keine Zeit sie richtig einzuatmen und zu genießen.
Mitte August waren wir dann am Treffpunkt und konnten von dort an den Gang raus nehmen.
Wir haben fortan wunderbare Orte kennengelernt und konnten sie auch tief in uns einatmen. Wir hatten nun Zeit an einem Ort die Natur zu genießen in all ihren Facetten. Die Stille die schon fast weh tat zu erfahren und die absolute Dunkelheit an einsamen Orten zu genießen.
In diesen Momenten habe ich gespürt das ich hier richtig bin. Ja ich lebe meinen Traum!
Oft war es mir mulmig wenn wieder mal ein Sturm angesagt war. Und das waren echt nicht wenige. Aber wir haben beim festmachen an der Mole oder beim ankern mit Landleine uns so lange abgesichert bis wir uns sicher waren das wir so den Sturm überstehen können. Alina ist ein starkes Boot mit super Ankergeschirr und ich konnte immer gut schlafen und mich auf sie verlassen.
Beim segeln spüre ich es besonders wie ich der Natur ausgeliefert bin.Ich fühlte mich manchmal so hilflos da ich das Wetter nicht beeinflussen kann. Wir haben uns einfach (na ja, einfach war es nicht immer) dem Wetter mit unserem Verhalten angepasst, darauf reagiert, gehandelt. Indem wir den Kurs gewechselt haben, das Segel angepasst wurde, aus einer Bucht geflüchtet sind oder mehr Festmacher Leinen befestigt wurden. Es war nach einem der vielen Starkwind-Phasen immer wieder toll zu erkennen das wir die Kontrolle durch unser Wissen behalten haben. Es war schön zu erleben das wir in schwierigen Situationen gut zusammen arbeiten. Und es hat mich auch etwas stolz gemacht das ich alles machen kann. Denn wir sind der Meinung das jeder von uns alles alleine schaffen muss falls der andere mal nicht kann. Und das funktioniert echt gut! Ich habe in diesem Jahr sehr viel dazu gelernt!
Segeln ist eine komplexe Situation und wir mussten oft durch sehr schnelles handeln reagieren da es sonst schnell gefährlich werden kann. Und das haben wir geschafft was mich sehr freut und Stolz macht.
Neben der tollen Natur haben wir auch tolle Menschen kennengelernt. Vor allem natürlich Segler mit spannenden und interessanten Geschichten hinter ihrem Lebensmodell. Alle waren total unterschiedlich aber auch irgendwie doch nicht. Denn das segeln hat uns alle verbunden. Ich bin froh um jede Person die ich kennengelernt habe.
Die Griechen sind toll. Super freundlich und herzlich mit dem Herz an der richtigen Stelle. Und wir waren sehr oft von der Ehrlichkeit begeistert. Es ist wirklich perfekt von hier unseren Traum zu starten.
Ein Segler der schon um die ganze Welt gesegelt ist, hat es mal so gesagt. „Ich habe alles gesehen. Aber hier gehe ich nicht mehr weg denn hier ist es am schönsten!“
Das können wir noch nicht beurteilen. Wir können aber schon sagen das dieses Land viele wunderschöne Ecken hat. Es sind einfach zu viele Inseln und wir haben viele noch nicht gesehen. Darum haben wir beschlossen noch ein Jahr hier in Griechenland dran zu hängen und dann erst weiter durchs Mittelmeer zu ziehen.
Also das heißt,es geht weiter!!!!!!!
„Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren.“ (Vincent van Gogh)