29.10.-7.11.23
Und alle Finger sind noch dran! Niemandem ist was ernsthaftes passiert!!!
Wir sind auf unserem Winterplatz gut angekommen und stehen sicher auf den Ständern. Nun heißt es wieder. Leiter rauf und Leiter runter. Ich versuche mal ein paar Arbeiten auf zu zählen die wir nun zu tun haben.


– Unterwasserschiff kontrollieren und an ein paar Stellen nach reinigen
– Propeller Welle sauber kratzen
– Dinghi + Sup reinigen und verstauen
– alles was Metall ist mit Süßwasser spülen damit es nicht rostet
– Rettungsring säubern
– Groß-Segel runter holen und dem Segelmacher mitgeben ((wir brauchen einen neuen Sonnenschutz)
-Vorsegel reinigen und später verpacken und unter Deck tun
-Wassermacher einwintern
– Fender unters Boot binden
– Seile mit Süßwasser spülen
– Anker ablassen
– Motor einwintern
– Wassersystem einwintern = Wasser ablassen
– alles gut reinigen
– Schränke auswaschen etc.
und noch ganz viele Kleinigkeiten. Sogar den Generator hat Peter ausgebaut, was wir erst im Frühling machen wollten, um zu schauen warum er nicht geht. Das war allein eine Heiden Arbeit da er sehr schwer ist und aus dem hintersten Eck unter Deck erst aufs Deck gehievt werden musste und wir dann mit einem selbstgebauten Kran ihn runter vom Schiff auf einen Tisch gehievt haben.
Während ich dann viele Reinigungsarbeiten gemacht habe hat Peter den Generator total zerlegt und den Schaden eingegrenzt. Er muss wohl schon sehr sehr lange undicht gewesen sein und somit wurde einiges vom Salzwasser zerfressen und die Kristalle haben das Auslass-Rohr verstopft.
Aber das schaffen wir im Frühjahr.
Drei Tage haben wir von Morgens bis Abends ohne Pause gearbeitet. Nur Abends haben wir uns mit anderen Seglern immer auf ein Boot zum Abendessen getroffen. Die Community unter den Seglern ist echt toll. Und jeder hat sich natürlich Hilfe beim Peter geholt 😉

Nach diesen anstrengenden ersten Tagen haben wir beschlossen nur Halbtags zu arbeiten und Nachmittags die Insel Euböa die zweitgrößte Insel Griechenlands anzuschauen. Dafür sind wir 85 km mit dem Bus in die Hauptstadt gefahren und haben dort uns ein Mietauto geholt. Die Insel ist sehr bergig und eigentlich das Motorradparadies. Wir sind 85km gefahren als wenn wir in den Alpen über die Pässe wären. Sehr kurvig und wunderschön.




Im Norden haben die Feuer von 2019 den ganzen Waldbestand vernichtet. Sehr viele Menschen haben damals ihre Existenz verloren. In einer eh nicht reichen Ecke gab es fast nichts außer Landwirtschaft wie Oliven, Pistazien, Feigen und Nüsse und Gemüse. Und dann kam das Feuer.





Athen hat die wenigen Löschflugzeuge benutzt um sich selber zu retten und Euböa hat man brennen lassen. Die Menschen konnten nur Richtung Wasser auf Fähren flüchten denn von Land her tobte das Feuer.
Als wir durch das riesige Gebiet fuhren waren wir unendlich traurig über diesen Anblick denn die Baumleichen stehen immer noch und zeugen von einem ehemaligen wunderbaren alten Baumbestand. Andererseits sah es so bizarr aus das es schon wieder mystisch schön wirkte.
Und dann kam dieses Jahr das Wasser und hat auf dem verbrannten Boden alles aus den steilen Hängen abgewaschen und im Tal unter Schlammlawinen vergraben. Wieder sind unzählige Existenzen vernichtet worden.



Vieles wurde auch ins Meer gewaschen und wird bei den Herbststürmen wieder an den Strand gespült. Es ist sehr traurig wenn man ins Wasser schaut. Überall Müll!




Am 7.11. sind wir dann mit dem Auto zurück zur Hauptstadt Chalkidisch gefahren und sind von dort mit dem Zug nach Athen um dort vor dem Abflug noch ein paar Tage zu verbringen.
Eine tolle Stadt ! Aber dazu später.