20.-29.9.23
Die Nächte werden kühler und morgens ist das Boot oft nass. Ein bekanntes Zeichen das der Herbst schon voll da ist. Über Tag ist es noch wunderbar warm aber das Wasser hier im Nordosten Griechenlands ist schon sehr kalt. Ich gehe nicht mehr gerne baden und zum duschen muss ich mich Abends ganz schön überwinden. Ja ich weiß, ich bin ein Warm Duscher 🙂
Als der Wind nachgelassen hat machen wir uns auf den Weg Richtung Süden. Nach Limnos.

Der Wind ist weniger aber die hohen Melthimi Wellen sind noch da. Es ist etwas unangenehm aber ich freue mich das wir uns wieder Richtung Süden bewegen.





Nach 10 Std. kommen wir in Limnos an und treffen wieder auf die SY Uenuku. Die Freude ist groß und Regine verwöhnt uns zur Ankunft mit Leckereien. Es ist ein schöner Hafen über dem die größte Festung Griechenlands thront. Wir verwöhnen uns Abends mit Pizza und Lasagne beim Blick auf den Berg Arthos und fallen dann aber früh tot ins Bett.
Die nächsten Tage verbringen wir mit der SY Uenuku (maorisch für Regenbogen) in einsamen Buchten und genießen die Zeit mit gemeinsamen Abenden an Bord bis uns dann leider wieder der Weg trennt. Wir gehen zurück in den Hafen da wieder 😦 Melthimi kommt und die Uenuku segelt dem Melthimi nach Lesbos davon.









Wir hängen dann einige Tage im Hafen fest. Was aber gar nicht schlimm ist denn die Stadt mit der Festung ist echt schön. Wir versorgen uns wieder mit allem, leihen ein Auto ( ein Nachbar schaut auf unsere Alina) um die Insel zu erkunden und umwandern die Bucht zur Agia Maria.











Dann geht es aber endlich weiter. Der Wind lässt nach und wir verlassen mit drei anderen Booten den Hafen um auf die nächste Insel im Süden zu segeln. Wir haben Gott sei Dank beim Anker hoch holen keine Probleme. Andere fangen sich leider eine alte Ankerkette oder Leine ein und haben ganz schön zu kämpfen um sie wieder los zu bekommen.
Auch ein Spanisches Boot, die SY Ramba VI verlässt mit uns den Hafen. Ist aber um einiges schneller als wir, da es nur die Hälfte wiegt und schmaler ist. Für uns ist das kein Problem, wir sind gerne etwas gemütlicher unterwegs. Dafür nimmt die Ramba auf Efstratios im kleinen Hafen uns die Leinen ab. Das ist sehr nett. Wir verabreden uns um acht in der einzigen Taverne und laufen bis dahin über der Stadt in der Bucht umher und gehen ins Museum der Demokratie.




Es stellt sich raus das Efstratios eine Gefängnisinsel war für ins Exil geschickter Griechen. Es gab einige dieser Inseln auf denen die Verurteilten einfach abgeladen wurden und sie sich dann selber versorgen sollten. Das hört sich einfacher an als es war. Viele Menschen starben nur weil sie der damaligen Regierung störten. Es gab auch 5000 Frauen mit vielen Kindern.
Die letzten wurden tatsächlich erst 1974 befreit.
Abends treffen wir dann Carmen und Raphael in der Taverne und lernen die Madriter näher kennen. Sehr nette Leute. Wir haben einen schönen Abend. Die beiden gehen auch am nächsten Morgen weiter nach Skyros.
Wir starten bei Sonnenaufgang und können fast die ganze Zeit wieder mal den Para nutzen. Immer wieder schön anzusehen. Die Ramba startet etwas später. Natürlich überholen sie uns unterwegs und bekommen den Spitznamen“Speedy Gonzales“. 🙂
