22.7.- 30.7.23
Da unsere Verbraucherbatterien kaputt gegangen sind müssen wir zurück nach Volos. Denn diese sind für uns sehr wichtig zum leben. Wir kochen, machen Süßwasser, waschen unsere Wäsche, betreiben den Kühlschrank und alle elektrischen Instrumente aus diesen Batterien die über Solar immer wieder gefüllt werden.
Die Motor-und Ankerbatterie sind extra und sind auch tadellos in Ordnung da sie auch noch nicht so alt sind.
Ich konnte durch einen Tipp eines anderen Seglers, alles über Telefon organisieren und somit kann es sogar sein das sie schon vor uns in Volos ankommen. Wir brauchen für diese Strecke gemütliche 3 Tage. Denn es ist eh Wochenende und da passiert ja nicht sehr viel ;-). Wir segeln bei wunderbaren leichten Winden in den Teufelskanal und in den Golf von Volos.



Wir sind mitten in einer Hitzewelle und es herrschen in der Mittagszeit oft über 40°C. Und somit entsteht über den Nachmittag immer mehr Wind. So das wir im Golf in unsere ausgewählte Bucht gar nicht rein können weil direkt von dort 23 kn Wind raus pfeifen. Also suchen wir uns einfach eine andere aus. Es ist ein winziger Hafen der uns auch mal empfohlen wurde. Sehr schön aber leider legt auch eine ganze Flotille mit acht Booten dort an.

Als wir fest sind erst mal bei über 40°C sofort ins Wasser. Dort der Schock. Das Wasser ist Pi….warm. In der Bucht geht auch kein Lüftchen. Unter Deck ist es in der Nacht über 30°C.

Darum legen wir am sehr frühen Morgen schon ab, denn an schlafen war nicht mehr denken, fahren ein Stück raus und baden erst mal im erfrischenden Wasser. Wir lassen uns treiben und frühstücken dort. Bei achterlichem Wind ( Wind von hinten) segeln wir mit kleinem Segel unser nächstes Ziel an und gehen unterwegs immer wieder zum abkühlen ins Wasser. Wir kommen am frühen Nachmittag in Milina an und halten erst mal Siesta. Das haben wir uns bei dieser Hitze angewöhnt und das ist auch sehr gut so.
Abends gehen wir ganz toll essen denn heute ist unser 30igster Hochzeitstag und Papas 90igster Geburtstag. Und das muss gefeiert werden.



Bei unserer letzten Etappe nach Volos sehen wir ein Feuer in der Ferne. Ich überlege ob ich es melden soll und sehe aber schon das ein Löschhubschrauber seine Arbeit beginnt.

Hier in Griechenland brennt es an verschiedenen Stellen. Dieses Jahr ist es auf Rhodos verheerend.
Kurz vor Volos übergebe ich das Steuer an Peter. Um uns rum sind hunderte Jollen in einer Regatta.

Von allen Seiten schießen sie an uns vorbei. Das macht mich ganz Jeck. Wir schleppen ausnahmsweise das Dinghi mit langer Leine hinter uns her. Ich muss es sogar heranziehen weil ich Angst habe das eine Jolle die Leine erwischt 🙂
Wir machen bei 18kn an der Mole der Aegaen Service Charter fest. Diese besorgen unsere Batterien und Georges hilft auch beim fest machen. Alle sind super nett hier und der Service klappt super gut.


Abends laufen wir die riesige Promenade von Volos entlang und wissen dann auch warum hier so viel Jollen unterwegs waren.
In dieser Woche findet die Jugend-Weltmeisterschaft im Jollen segeln statt. Echt was los hier!
Wir nutzen die Zeit des Wartens gut. Peter geht einkaufen ( er läuft bei dieser Hitze zwei mal sehr weit zum Lidl) und baut die Batterien ein und ich mache Büro. Als es abends leer wird an der Mole nutzen wir einen fremden Wasserschlauch, füllen unsere Tanks auf, spritzen das Deck ab, waschen unsere Wäsche und duschen ständig. 🙂
Super gut. Als wir gerade fertig sind kommt der Besitzer wieder. Aber alles ist gut. Niemand sagt was. Denn um 23 Uhr herrschen hier noch 31°C.



Am nächsten Tag segeln wir in eine Bucht am Ausgang vom Golf von Volos und treffen uns mit anderen Seglern.


Wir verbringen dort schöne gemeinsame Tage und erleben leider auch das Feuer von Volos. Es fliegt sehr viel Asche durch die Luft und es riecht verbrannt. Sehr beklemmend. Nach einer Nacht ist die Asche im und auf dem ganzen Boot verteilt und Abends beim Essen hören wir drei wahnsinnige Detonationen.


Wir erfahren das ein Monitions Depot der Air Force in die Luft geflogen ist. Gerade mal 10km weit weg. Wirklich beängstigend! Alles hat gewackelt. Sogar auf dem Wasser. Echt krass! Man hat Angst das jede Minute auch hier ein Feuer ausbrechen kann.
Aber alles geht bei uns gut und wir verlassen den Golf gemeinsam mit einem anderen Boot und intakten Batterien mit Kurs auf die Sporaden.