2.7.23-9.7.23
Wir segeln nun zwischen dem Festland Attika und Euböa immer Richtung Norden. Hier ist es etwas geschützter da auf der östlichen Seite von Euböa schon der Meltimi wütet. Das ist ein sehr starker Wind in der Ägäis, der sich in den heißen Monaten aufbaut. Und da es schon sehr heiß und trocken ist geht es auch schon mit dem Meltimi los.








Als wir so unterwegs sind, mache ich in der Griechenlandgruppe über Facebook einen Aufruf wo sie denn alle stecken. Denn ich fühle mich gerade etwas einsam. Wir haben schon sehr lange keinen Kontakt mehr mit anderen Seglern gehabt und schon gar nicht mit Deutschen.
Und tatsächlich sind zwei in unserer Nähe die wir dann auch kennen lernen und teilweise sogar ein Stück miteinander segeln. Das tut echt gut mal wieder Leute zu treffen. Denn es ist immer wieder sehr interessant andere Lebensgeschichten zu hören. Es ist eine tolle Vielfalt und nie langweilig. Alles sehr unterschiedliche Menschen die aber eines verbindet, und das ist das segeln. Herrlich!
Als wir die Hälfte von Euböa hoch geschafft haben müssen wir die Brücke bei Khalkis passieren.





Dies ist die engste Stelle zwischen Festland und Euböa. Die Brücke wird nur zu einer bestimmten Zeit eingezogen damit die Segler durchfahren können. Und diese Zeit bestimmt Ebbe und Flut in der Nacht, damit der Autoverkehr nicht zu arg gestört wird. Die Brücke macht in der kurzen Zeit auf, in der die Tide sich ändert. Das ist die Slagtime. In dieser Zeit ist am wenigsten Strömung. Denn dadurch das es dort so eng ist fließt zur vollen Flut ein richtiger Wildwasserfluss durch diese Stelle. Und das will kein Bootsbesitzer . 😉
Man muss sich im Hafenbüro anmelden und die Durchfahrt bezahlen. Unser Slot ist Gott sei Dank nicht so spät. Um 23 Uhr werden wir Namentlich über Funk gerufen das wir durchfahren können. Echt spannend. Viele Leute stehen oben und winken und laute Musik läuft. Ein tolles Erlebnis!
Danach laufen wir einfach die nächste Bucht an, lassen den Anker fallen und gehen todmüde ins Bett. War alles sehr aufregend für uns. 🙂
In diesem Gebiet ist es gar nicht so einfach zu segeln.
Durch die hohen Berge haben wir ständig Winddreher und die Fallböen die von diesen Bergen runterrutschen haben auch mal gerne 25kn Wind.
In einer Bucht waren wir auf ein anderes Boot eingeladen. Dieses war höchsten 30m weit weg. Da aber Abends 23kn den Berg runter kamen, sind wir sehr schwer rudernd, mit unserem Dinghi wieder zu uns aufs Boot gekommen. Ein richtiger Sturm!
Der Golf von Euböa ist echt anstrengend. Kein wunder das es auch Namen wie „Teufels-Kanal“,gibt.
Das schönste ist wirklich das man nun immer wieder auf bekannte Boote trifft und auch immer mehr ins tiefere Gespräch kommt. Es werden Tipps ausgesprochen wo es sehr schön ist und auch natürlich wo man gut essen gehen kann. Es ist wirklich toll. Einen Deutschen den es in die Türkei geführt hat weil eben dort das schönste Segelrevier ist. Deutsche die schon seid 30 Jahren in Neuseeland leben und andere die im Winter auf La Palma im schönsten Haus der Welt leben 🙂 und im Sommer mit dem Schiff unterwegs sind. Jeder ist spannend und eine wahre Bereicherung sie kennengelernt zu haben.

Im Eingang zum Golf von Volos trennen sich leider unsere Wege, aber wir werden uns hoffentlich wieder sehen. Bis bald.
P.S. Hallo Hias. Ich habe gehört das du hier gerne ließt. Alles liebe nachträglich zum 🎂