Monemvasia 21.6.-25.6.23


Da sind wir eigentlich ganz zufällig hingeraten da uns der Wind ausging. Erst hatten wir schreckliche Fallwinde am Cap des zweitletzten Fingers der Peleponnes mit denen wir etwas zu kämpfen hatten, und dann war er weg , der Wind.
Also Plan B. Und so sind wir zum Gibraltar des Ostens oder auch „ Der Fels“ gekommen. Wir hatten vorher noch gar nichts davon gehört.


Er soll einer der romantischsten Orte Griechenlands sein.  Eine mittelalterliche Festung mit der integrierten Stadt aus verschiedenen Epochen des Mittelalters. Sie wurde unsichtbar vom Festland gebaut und somit nicht angegriffen. Sie ist nur mit einer schmalen Straße mit dem Festland verbunden und auch nur von See her zu sehen.
Allein der Felsen auf dem die Stadt erbaut ist, ist wunderschön. Besonders wenn die Sonne langsam unter geht und die tollen Rosatöne zur Geltung kommen.
Wir gehen spät zur Stadt damit es nicht mehr so warm ist. Die ganze Straße bis zum Stadttor ist mit Autos zugeparkt. Denn ab da kommt kein Auto mehr weiter.


Ab dem Tor ist es sehr Touristisch aber es ist gar nicht schlimm. Wir lassen uns durch einsame Gassen immer nach oben treiben und kommen so zu den Ruinen des ältesten Teil der Stadt, „Die Oberstadt“. Hier oben hat man die pure Geschichte zu Füßen und eine traumhafte Aussicht aufs Meer.
Auch in der „Unterstadt“ ist es traumhaft. Nichts wurde optisch verändert. Man hat echt das Gefühl in der Zeit zurück geschickt worden zu sein.
Hier hätte ein Teil der „Herr der Ringe“ gedreht sein können.
Wir trinken in einer ganz süßen Gasse ein Glas Wein und unterhalten uns mit dem Wirt. Der erklärt uns das zu Renovierungen nur die Steine des Felsens verwendet werden dürfen. Man sieht keine Sat-Schüsseln und keine Kabel. Alles muss authentisch sein. Schwer für normale Griechen dies um zu setzen, da sehr teuer. Darum sind es wohl lauter Unterkünfte für Touristen. Nicht alles aber sehr viel.
Am Abend am Boot merken wir auch bald das es hier nicht unbekannt ist denn ein Dreimaster-Cruiser liegt in der Bucht :-).
Wir sollten uns wohl doch etwas informieren und nicht nur treiben lassen.
Hier ist es auf jeden Fall sehr schön!
Wir bleiben noch einen Tag und machen die normalen Dinge wie einkaufen, saubermachen und Büro.
Am nächsten Morgen geht es dann weiter in den Sonnenaufgang hinein.
Wir haben ziemlich Wind von vorn und müssen aufkreuzen.
Dann knallt es plötzlich laut. Peter war beim reffen ( da wird das Segel kleiner gemacht wenn zuviel Wind ist), als die Reffleine plötzlich reißt.

Meine Gedanken:“Oh Gott was jetzt. Wie kriegen wir das Segel wieder rein? Man kann es mit der Kurbel machen, aber die normale Kurbel ist zu groß!! Was jetzt?“ Peter stürmt nach unten und kommt mit einer kleinen Notkurbel wieder hoch. Mit der können wir dann das Segel einholen.
Glück gehabt. Ich hatte natürlich schon wieder etwas Bammel. Aber wir haben alles gut gemeistert. Ich glaube wir sind ein echt gutes Team!


Als dann der Wind weg ist nehmen wir Kurs auf die nächste Bucht Kyparissi und können dort an eine Mole festmachen und sogar Wasser tanken. Bisher haben wir unseren Wassermacher noch gar nicht laufen lassen.

Heute hat Peter (23.6.) Geburtstag und wir gehen natürlich in der Bucht zur Feier des Tages, essen.


Peter sucht direkt eine neue Reffleine und fängt an zu spleißen ( eine Endlosleine zu verbinden).
Am nächsten Tag als es weiter Richtung Osten auf den letzten Finger der Peleponnes geht ist die Reffleine fertig und wir können wieder ganz normal segeln. Das hat er echt super hingekriegt. Es war sehr schwer weil ihm das richtige Werkzeug dazu fehlte aber mit einer Häkelnadel ging es auch, nur viel Zeitaufwendiger.

Unser nächstes Ziel ist das berühmte Hydra aber in der Nacht davor gehen wir an eine kleine Insel in die Bucht da es schon sehr spät ist und Hydra noch 9nm weit weg.