Das wunderschöne Mani Gebirge
Da wir in Kalamata etwas Zeit verbringen wollen um aufkommendes schlechtes Wetter abzuwarten nehmen wir uns vor einen Roller zu mieten und die Mani zu erkunden. Aber erst bleiben wir einen Tag an Bord um zu schauen ob das Leinen System bei viel Wind gut hebt. Das machen wir eigentlich immer so denn dann kann man mit einem viel besseren Gefühl von Bord gehen.
In der Nacht zerrt es an den Leinen. Ich mache kaum ein Auge zu denn das Boot ist wie ein Klangkörper, kleines Knarzen ist im Bett wie ein Symphonie-Orchester von schiefen Tönen. An Bord ist es selten leise. Entweder gurgelt das Wasser laut an unseren Köpfen( im Bett) oder es klappert und knarzt etwas an Bord. Aber daran muss ich mich einfach gewöhnen.
Die Zeit nutzen wir mit kleinen Arbeiten und ich schnappe mir Bettwäsche und Handtücher und gehe zur Marina eigenen Waschmaschine. Denn da kann ich die großen Teile alle auf einmal rein schmeißen.
Abends gehen wir in die Stadt und suchen einen Roller Vermieter. Das ist gar nicht so einfach aber wir fragen uns bis zur richtigen Stelle durch. Am nächsten Morgen geht es los. Wir wollen über die Mani zur zweitgrößten Tropfsteinhöhle Griechenlands fahren.
Was ist die Mani eigentlich.
Es ist eine Region im Süden der Peleponnes am mittleren Finger. Kernig, wild und trocken mit mächtigen Gebirgszügen, dichtem Laubwald uralten Oliven Plantagen, kleinen Buchten und schmalen Stränden. In den Bergdörfern sind viele antike Ruinen sowie zahlreiche Verteidigungstürme. Jeder der vor langer Zeit dort wohnte hatte sich einen Verteidigungsturm gebaut. Das Resultat ist, das das Mani- Gebirge nie von einer Macht übernommen wurde. Keine Osmanen, Venezianer oder wie sie alle hießen.










Die meisten Türme sind natürlich mittlerweile verfallen aber einige werden auch wieder aufgebaut und zu Ferienunterkünften umgebaut. Es hat einen ganz tollen Charm weil es auch noch ganz wenig Tourismus hat und wohl auch ein richtiger Geheimtipp ist.
Der Weg ist etwas beschwerlich und man muss sich diese tolle Gegend schon hart erarbeiten. Enge Bergstraßen mit vielen Windungen und steil nach oben oder nach unten. Uns hat es irrsinnig gut gefallen. Ein wirklich ursprüngliches Griechenland. Wir haben es sehr genossen.
Irgendwann haben wir es bis zur Höhle geschafft. Es ist um diese Jahreszeit noch sehr ruhig darum haben wir an diesem besonderen Ort auch ziemlich unsere Ruhe.
Man wird in Boote gesetzt und durch die Höhlen geführt. Leider haben wir ja diesen starken Wind draußen der auch vermehrt Meerwasser in die Höhle drückt. So können wir nur eine kleine Tour machen, die aber auch sehr schön ist.


Auf dem Rückweg genießen wir noch die tolle Natur und kaufen am Straßenrand lecker Oliven, Honig etc. ein. Das war eine sehr gelungene Tour die ich mit viel Zeit und einem Auto nur empfehlen kann.


Bald sind wir auch schon wieder mit dem Boot, mit kurzen Übernachtungsstopps in schönen Buchten, Richtung Monemvasia unterwegs.







Ich habe beschlossen nicht mehr von allen Buchten genau zu erzählen. Ich werde nur die rauspicken die für uns etwas besonderes waren. Das heißt aber nicht das das nicht erwähnte, nicht auch schön war.