Wetter

Ich möchte nur kurz erwähnen das wir in Griechenland sind 😉

Im März und April waren wir ja noch auf dem trockenen und haben dort schon sehr, sehr viel Regen, Kälte und Stürme erlebt. Das Boot hat zwar ziemlich vom Wind gewackelt aber wir fühlten uns sicher und haben uns einfach nach innen verkrümelt und dort Arbeiten erledigt.

Ertrunken wären wir auf jeden ja Fall nicht 😉

Auch ein Fünfer Erdbeben war dabei, so das wir Nachts davon wach geworden sind.

Seid Anfang Mai sind wir nun schon im Wasser und haben drei richtig heftige Stürme mit viel Regen erlebt.

Starkwind war auch genug dabei. Die Einheimischen sagten, das es seid 13 Jahren zu dieser Zeit nicht so schlechtes Wetter war.

Na toll sage ich! Nicht das wir Alina erst mal kennen lernen müssen, sondern wir müssen auch erst mal die Seebeine bekommen.

Der erste Gewittersturm kam auf Lefkas /Nidri in der Vlychos Bucht. Wir lagen vor Anker und schliefen. Wir wurden vom pfeifen des Windes wach. 30-35kn ! Beide standen wir eine Weile im Salon und beobachteten alles. Kein anderes Schiff slippte. (so heißt es wenn der Anker nicht hält und über den Grund rutscht) Das Boot wurde vorne am Anker hin und her gerissen. Jedes mal gab es einen Schlag wenn es auf die andere Seite gerissen wurde. Gott sei Dank ist hier ein guter Ankergrund. Und wir hatten auch bei 5m Tiefe genug Platz für 50m Kette. Das sollte halten. Es hielt auch aber das muss man nicht haben. Mir standen die Nackenhaare. Peter blieb zuerst im Salon zur Ankerwache und am frühen Morgen ich. Alles ist gut gegangen! Als es hell wurde beruhigte sich die Lage.

Das zweite Mal keine Woche später am Stadthafen von Lefkas. Dort war es über Tag. Wir wussten das was kommt. Aber so heftig war dann doch nicht klar.

Am Stadthafen fährt man rückwärts an die Mole und lässt während dessen den Anker raus. Kurz inne halten und einfahren und dann weiter rückwärts bis an die Mole, um mit zwei Landleinen fest zu machen. Das hat alles ohne Probleme geklappt. Wir hatten genug Abstand zur Mauer und der Anker war weit voraus gut eingefahren.

Und dann kam am Nachmittag der Wind mit 25-30 Knoten direkt auf die Nase (also von vorn).

Von der Seite waren wir durch einen riesen Catamaran geschützt. Die Mauer kam immer Näher. Wir mussten den Motor anmachen um uns von der Mole frei zu fahren. Nach einer halben Stunde war der Spuk vorbei, um nach zwei Stunden Pause, das gleiche noch mal zu tun. Insgesamt waren es drei Mal. Echt die Hölle. Und Nachts auch noch mal das gleiche. Wir haben uns wieder bei der Wache abgewechselt.

Und das dritte mal war es in Preveza. Wir kamen aus dem Ambrakischen Golf und sahen über den ganzen Tag wie sich hinter uns, ganz weit weg, vor den Bergen ein Gewitter sammelte. Kein Problem das war ja hinter uns. Wir konnten gut mit unserem Besuch nach Preveza segeln. Dort ankerten wir wieder auf 3m unter Kiel mit 30m Kette. Alles gut. Noch schön schwimmen (das erste mal das man es konnte) und dann in die wunderschöne Stadt zum essen. Erst hielten wir in einem Café, saßen keine zehn Minuten als ich merkte das sich von jetzt auf nachher der Wind um 180° gedreht hat und das Gewitter zurück kam.

Ich sagte nur noch, Peter wir müssen zum Boot (er saß mit dem Rücken zur Front) und den anderen sie sollen unseres mit begleichen und ich melde mich später. Dann sind wir los gerannt zum Dinghi und rüber zum Boot. Gerade noch rechtzeitig, dann ging es schon los. 35Kn Wind und sehr starker Regen. Man hat keine 50m mehr schauen können. Wieder standen wir im Salon und haben die anderen Boote beobachtet. Gott sei Dank waren auf allen die Eigner vertreten. Zwei, drei waren auf slipp ( sie trieben ab) nahmen aber sofort Anker auf und sind in sicheres Tiefwasser gefahren. Nach 1 Stunde war es wieder ruhiger. Kathrin und Kai haben in der Stadt gegessen und wir an Bord. So ist das eben! Später haben wir sie mit dem Dinghi geholt und noch einen ruhigen Abend verbracht.

So was hatten wir so geballt in unseren 30 Jahren segelei noch nicht. Es reicht jetzt auch. Ich hoffe es wird mal bald etwas stetiger mit dem Wetter. In solchen Momenten habe ich natürlich vergessen Bilder zu machen aber ein paar von kurz vorher und danach kann ich zeigen.